fortschrittliche partei - antipolitische partei http://fpd.blogsport.de Fri, 28 Jul 2017 20:49:19 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Das Stadtteilmanagement in Kassel lässt seine Maske zur Kenntlichkeit fallen http://fpd.blogsport.de/2017/07/27/das-stadtteilmanagement-in-kassel-laesst-seine-maske-zur-kenntlichkeit-fallen/ http://fpd.blogsport.de/2017/07/27/das-stadtteilmanagement-in-kassel-laesst-seine-maske-zur-kenntlichkeit-fallen/#comments Thu, 27 Jul 2017 14:19:36 +0000 ulf Allgemein http://fpd.blogsport.de/2017/07/27/das-stadtteilmanagement-in-kassel-laesst-seine-maske-zur-kenntlichkeit-fallen/ Die Stadt des Kapitals leistet sich ein „Stadtteilmanagement“, welches sie offenherzig auch genauso nennt.
Für gewöhnlich werden in diesem Rahmen, finanziert durch Gelder der Bundesregierung und der EU (Programm „Soziale Stadt“ usw.), Funktionen übernommen, die erst einmal nett und sinnvoll wirken: finanzielle Förderung urbaner Gärten, Beratungsangebote für Menschen in „schwierigen Lebenslagen“ (Erwerbslosigkeit, Alkoholzuspruch,…), Deutschkurse undsoweiter undsofort.
Ab und an fällt jedoch diese „nette“ Maske und ein wesentlicher Zweck des Manövers wird kenntlich, die Aufrechterhaltung der Ordnung des Kapitals, Einhegung potentieller Selbstorganisation:

In der zweiten Ausgabe des Stadtteilblatts ECHO für Rothenditmold konnte sich auch die Rothe Ecke mit einem Artikel vorstellen. Der ECHO zeigt die ganze Breite des Angebots in Rothenditmold: Stadtteilarchiv, Vorstellung des Erzählcafé im Heilhaus, Bericht über das Stadtteilmanagement… und diesmal eben auch die Rothe Ecke. Für die Stadt war dies nun der Anlass die vorher zugesagte Druckkostenzusage zurückzuziehen, weil in unserem Artikel stand, dass „wir es satt haben auf dem Jobcenter schikaniert zu werden“. Der ECHO hat daraufhin der Stadt geschrieben und diesen Eingriff in die Pressefreiheit kritisiert und auch uns zu einer Stellungnahme aufgefordert. Nicht genug: Am Samstag, den 13.05., beim Flohmarkt in der Engelhardstraße, der zudem ganzseitig auf der Rückseite des ECHO beworben worden ist, wurde sogar untersagt den ECHO zu verteilen.

Wir empfinden den Rückzug der Stadt als Schikane, mit dem versucht wird, Einfluss auf die zukünftige Berichterstattung zu nehmen und unabhängigen Initiativen Steine in den Weg zu legen. In unseren Augen zeigt es auch, wie wenig die Belange der Menschen hier in unserem Stadtteil ernst genommen werden.

Quelle

Ironischerweise wurde ein paar Wochen zuvor kurz vor der Oberbürgermeisterwahl im ebenfalls Kassel zugehörigem Stadtteil Wesertor ein ähnliches Infoblatt des Stadtteilmanagements freihaus verteilt, dessen erste Seite ein Grußwort des damaligen Stadtkämmerers zierte, seines Zeichens aussichtsreichster und dann auch gewinnender OB-Kandidat (von der spezialdemokratischen Partei), ähnliche Aktionen haben in anderen Städten schon zu erfolgreichen Wahlanfechtungen geführt.

Weiterhin interessant am Komplex des Stadtteilmanagements in Kassel ist, dass die Stadt in den letzten Jahren zwei neue „Stadtteilzentren“ errichtet hat. Diese befinden sich jeweils in direkter Nähe zu evangelischen Kirchengemeinden, mit denen sie eine Symbiose bilden. Die offizielle Stadtteilarbeit wird somit genutzt, Hilfe und Solidarität suchende Menschen einer schwächelnden Kraft der alten Welt zuzuführen.

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neuer Popsong http://fpd.blogsport.de/2017/07/24/neuer-popsong/ http://fpd.blogsport.de/2017/07/24/neuer-popsong/#comments Mon, 24 Jul 2017 15:08:25 +0000 ulf Allgemein http://fpd.blogsport.de/2017/07/24/neuer-popsong/ evtl. auch Schlager

Du kannst Pepsi-Cola oder Bionade trinken
einen Job finden und dich darin verwirklichen
du kannst das Schanzenviertel in Schutt und Asche legen
oder im Betriebsrat über die Höhe der Weihnachtsgratifikation mitbestimmen

Das ist die bunte Welt in der wir leben
Eintausend Möglichkeiten
und du bist mittendrin!

Heute geh ich ins Schwimmbad
morgen hab ich Bock auf Cloudworking
meine Freundin engagiert sich in der grünen Partei
Sie stellt immer die leeren Flaschen
neben den Mülleimer.

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huch! http://fpd.blogsport.de/2016/06/25/huch/ http://fpd.blogsport.de/2016/06/25/huch/#comments Sat, 25 Jun 2016 02:40:51 +0000 ulf Allgemein http://fpd.blogsport.de/2016/06/25/huch/ Bremen, 14. Juni 2016, früh morgens, vom Dach der Halle 7 des Mercedes-Werks Bremen entrollen ArbeiterInnen ein Transparent:
bremen 15. juni 2016

Quelle: labournet

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Leaflet. http://fpd.blogsport.de/2015/09/05/leaflet/ http://fpd.blogsport.de/2015/09/05/leaflet/#comments Fri, 04 Sep 2015 23:40:42 +0000 ulf Allgemein http://fpd.blogsport.de/2015/09/05/leaflet/ In the beginning of 2013 the workers of the world graz wrote in their leaflet „The global proletariat is fighting!“ adressing the refugee protest movement:

»Put capitalism over the edge!« We will need such demands which will bring workers, unemployed,
refugees, and so on, together.

since today the fpd with its modest possibilities tries to circulate a leaflet1, which prints the cited leaflet on the backside.
the front side reads as follows:

Hi,

printed on the backside is a leaflet, which has been distributed by an austria-based group of workers in the beginning of 2013.
The circumstances in which the text was written appear different today:

2012/2013 there was a big movement of asylum-seekers, which evolved after a man, Mohammad Rahsepar, who fled the facist theocratic regime of iran comitted suicide in an asylum-seekers camp in the german town of Würzburg.
This movement included a four week during march from Würzburg to Berlin demanding freedom of movement, the end of being forced to live in camps and an end of deportations.
Also there was a now dissolving optimistic mood following the „arab spring“.

Today we face an ever worsening barbarity with endless wars, rising reactionary rackets, the proved impossibility of substantial left reformism in this time and once more the hatred-run „uprising“ of many german „citizens“, who unfortunately make no attempt to hold on for a minute and come to mind.

But there is also a mole digging and emerging worldwide, the class of people, who have nothing but as the case may be their descendants: the proletariat.
And this is the strongest point, the text below makes: We may live in very different situations, concerning the brutality with which the exploitation of man by man is done, the volume of products we can buy, the danger of life and limb we face and so on.
But the prevailing capitalist mode of production has constitued the worldwide proletarian class as a class which through its work is the base of the continuning existence of this mode of production but therefore has also the potential power of overcoming it.
And being human beings and constituents of this class is what we have in common, may we be or have been good-paid or low-paid workers, doing non-paid housework or belonging (ever or from time to time) to the surplus proletariat, which for example lives in the non-formal economies of the slums in the „developping nations“ or constitutes the „drinking class“ in german inner-cities.

you can read the whole leaflet by clicking here.

while the pending question of how to get to a situation where people living in proletarian form of existence get rid of their conciousness as for example a citizen, a worker-of-their-factory or facist views isn‘t answered in fpd’s text, the coming together of prols willing to discuss these questions seems to be a necessary condition.

  1. feel free to print and distribute it if you like to or if you like to write something similar feel free to re-use some sentences you agree with. [zurück]
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http://fpd.blogsport.de/2015/09/05/leaflet/feed/
. http://fpd.blogsport.de/2015/09/02/22/ http://fpd.blogsport.de/2015/09/02/22/#comments Wed, 02 Sep 2015 01:31:38 +0000 ulf Allgemein http://fpd.blogsport.de/2015/09/02/22/ aus einem spätestens in siebzehn Jahren erscheinendem Roman1:

Da Ulf diese Instruktionen bekommen hatte und seine Arbeit -zumindest für gewöhnlich- gewissenhaft auszuführen pflegte, drückte er sofort, nachdem eine E-Mail mit dem Betreff „! kiwi“ eingegangen war, den besagten Knopf.

Die Desintegration der Gesellschaft war unterdessen weiter vorangeschritten, dass zeigten auch folgende, wahllos der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen Zeitung entnommenen Nachrichten vom Tage:

„…hatten die Beamten die 21-Jährige und ihre gleichaltrige Begleiterin dabei beobachtet, wie sie sich einen Joint drehten. Die Polizisten wollten die Frauen deshalb zum Polizeirevier Mitte bringen.
Auf dem Weg dorthin habe eine der Frauen die Bundespolizisten massiv angegriffen. Die Frau sei daraufhin mit körperlicher Gewalt auf den Boden gebracht worden. In dem Gerangel habe sie versucht, einem der beiden Polizisten die Dienstwaffe zu entreißen, was ihr allerdings nicht gelang.
Beamte der Polizeireviers Mitte kamen daraufhin zur Unterstützung. Bei der Durchsuchung der Frau im Revier habe sie die Attacken gegen die Polizisten fortgesetzt. Zwei Beamte seien dabei durch Tritte verletzt worden. Zudem sei einer der beiden von der polizeibekannten Frau in den Finger gebissen worden. Trotz Lederhandschuhe habe er eine Platzwunde am Finger erlitten. Bei der anderen Frau hätten die Beamten im Mund eine Rasierklinge entdeckt.“

„…trafen die beiden Männer um 20.15 Uhr auf dem Auedamm zusammen. Den Angaben der beiden Kontrahenten und Zeugen zu Folge hatte es einen Beinahe-Zusammenstoß zwischen dem Fahrradfahrer und dem Fußgänger gegeben. Auf die Worte des Fußgängers, ob er keine Augen im Kopf habe, soll der 49-Jährige mit seinem Rad gewendet, den 65-Jährigen umrundet und schließlich absichtlich frontal gerammt haben. Beide seien gestürzt.
Daraufhin habe sich ein verbaler Streit entwickelt, in dessen Verlauf der 65-Jährige mit seiner Hundeleine auf den Jüngeren einschlug.“

  1. die zitate stammen hierher: https://www.hna.de/kassel/mitte-kassel-ort248256/frau-trat-biss-polizeibeamte-5464148.html und https://www.hna.de/kassel/mitte-kassel-ort248256/mann-schlug-hundeleine-5462393.html [zurück]
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http://fpd.blogsport.de/2015/09/02/22/feed/
Lest den „Extra Tip“! http://fpd.blogsport.de/2015/08/11/lest-den-extra-tip/ http://fpd.blogsport.de/2015/08/11/lest-den-extra-tip/#comments Tue, 11 Aug 2015 12:42:36 +0000 ulf Allgemein http://fpd.blogsport.de/2015/08/11/lest-den-extra-tip/ aus aktuellem Anlass ein paar Anmerkungen zur Hauptkampflinie des kasseler Anzeigenblatts „Extra Tip“:

Der “extra tip” hat neben einer kulturellen (veröffentlichung von schnappschüssen aus discos und dem irish pub) auch eine politische blattlinie.
Diese deckt sich in der regel mit den interessen einer kapitalfraktion, welche gleichzeitig das anzeigenblatt –eben durch anzeigen- finanziert, z.b. hotels, supermärkte, die premium-einzelhandelsgeschäfte der innenstadt.
So wie es 2006 gegen den des „aggressiven bettelns“ schuldigen „winnetou“ ging, so geht es heute, unter anderem chefredakteur, gegen säuferInnen und drogenkonsumierende auf dem die stadt repräsentierendem friedrichsplatz (letztes jahr ein photo einer gruppe – nur die augen gepixelt- mit der bildunterschrift „eine person nimmt offensichtlich eine substanz durch die nase ein“ oder so ähnlich, weiß aber nicht mehr ob das hna oder e.t. war -Nachtrag: der konkrete Fall war in der HNA).
Dieses jahr die e.t-headline : „wann macht die stadt endlich mobil?“ (also kriegsvokabular) gegen die friedrichsplatznutzerInnen.

Und weiter dieses Jahr: eine langanhaltende Kampagne in artikeln und kommentaren gegen das mit dem mindestlohngesetz durch arbeitszeitdokumentationspflichten immerhin in manchen fällen einhergegangene offensichtlichwerden von verstößen gegen das arbeitszeitgesetz1 so im tenor: terror-nahles [eine faktisch rechte sozialdemokratin] schickt zöllner mit knarren in die bäckereien und vermiest vollzeit arbeitenden hotelangestellten den zusätzlichen 450 euro-job im selben haus einer kleinen nordhessischen hotelkette, mit dem sie sich z.B. „ihren urlaub finanzieren“.2

und jetzt halt die sogenannte “flüchtlingsproblematik” und das ausschlachten der begleiterscheinungen des zusammenpferchens von menschen.

Es läuft nicht alles schön an Orten, an denen menschen in „precarious situations“ bzw. proletarischer situation ohne die hier und da (hierzulande in vielen lohnarbeitsverhältnissen) noch übliche „distinktive bestechung“5 letzlich zusammengepfercht werden, seien es flüchtlingslager, wohnblocks, knäste, „asi-hochhäuser“3, an anderen orten im übrigen ja auch nicht.
anstatt aber das zusammenpferchen eines selbst und „der anderen“ als problem zu begreifen sowie sich mit schutzsuchenden menschen zu solidarisieren möchte manch deutscher prolet (proletariat bedeutet dem wortsinne nach nichts zu haben, außer gegebenenfalls die eigenen nachkommen) lieber “nach unten” treten, auf die aus anderen ländern stammenden eigenen klassengenossInnen, tut damit der eigenen sache unheil und zeigt sich als vom menschlichen gefühl verlassener.

Ansonsten ist ein existierendes denkmuster, welches e.t. dankend aufgreift, ein hauptproblem (auch bei dem deutschen „griechenlanddiskurs“): irgendwo steht geschrieben, dass diese und jene sich mehr rausnehmen und ohne zu prüfen ob das überhaupt stimmt4, heisst es dann nicht: „wir wollen uns das auch rausnehmen“ oder „wir wollen alles!“, sondern, dass es den anderen mindestens ebenso scheisse ergehen soll wie einem selbst auf arbeit, auf dem amt, bei der steuer usw.

deshalb gilt es:

– für die weltweite proletarische revolution zur selbst-aufhebung der eigenen und aller klassen!

– extra-tip lesen!

  1. Zur möglichen progressiven rolle des arbeitszeitgesetzes: www.proletarische-plattform.org/app/download/5969608164/Flugblatt_Gesetzliche+40-Stunden-Woche+2015-05-01.pdf?t=1430740205 http://www.proletarische-plattform.org/2012/11/30/verk%C3%BCrzung-der-normalarbeitszeit/ [zurück]
  2. http://lokalo24.de/news/neues-gesetz-gastronomie-stoehnt/568399/ , der zugehörige gehässige kommentar, in dem darauf abgehoben wird als arbeiterIn wegen ein paar minuten nicht pingelig zu sein, findet sich nur in der printausgabe. Weitere anmerkung: die ganzen e.t.-„ausfälle“ werden hier größtenteils aus dem gedächtnis rekapituliert, bei Interesse finden sich evtl. noch printexemplare der schlimmsten hasstiraden in meinem besitz /diese müsste ich suchen. [zurück]
  3. siehe der erhellende text von hammerhead – „asi-hochhaus“: www.youtube.com/watch?v=E4if1Is7PxQ [zurück]
  4. z.b. in der als Massenzeitung konzipierten Flugschrift „Faktencheck Hellas“: http://faktencheckhellas.org/ [zurück]
  5. Distinktion bedeutet soviel wie Unterscheidung. Unterschiede etwa in der bezahlung, der spezialisierung oder dem sich-leisten-können von statussymbolen können zur folge haben, dass sich leute nicht als proleten begreifen, sondern als angehörige des phantoms mittelklasse. [zurück]
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Pflegearbeit http://fpd.blogsport.de/2015/06/08/pflegearbeit/ http://fpd.blogsport.de/2015/06/08/pflegearbeit/#comments Sun, 07 Jun 2015 23:59:12 +0000 ulf Allgemein http://fpd.blogsport.de/2015/06/08/pflegearbeit/ Unter diesem Link1 kann sich eine Radiosendung zum Thema Pflegearbeit aus dem Jahr 2014 (gesendet im Freien Radio Kassel) heruntergeladen werden.

  1. dort dann die Links zum ers­ten bzw. zwei­ten Teil der Sen­dung an­kli­cken und dann je­weils auf „Herunterladen“ kli­cken. [zurück]
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Die Deutsche Post hilft. http://fpd.blogsport.de/2014/07/18/die-deutsche-post-hilft/ http://fpd.blogsport.de/2014/07/18/die-deutsche-post-hilft/#comments Fri, 18 Jul 2014 03:56:04 +0000 ulf Allgemein http://fpd.blogsport.de/2014/07/18/die-deutsche-post-hilft/ In Gelsenkirchen und Mülheim hat die Post ein Pilotprojekt gestartet: „Post persönlich“. Persönlich ist daran allerdings nicht viel: Für 40 Euro im Monat klingelt der Postbote bei älteren Menschen, die allein sind und nicht mehr aus dem Haus kommen, einmal am Tag an und fragt durch die Lautsprecheranlage, ob alles OK ist. Wenn nicht, ruft er die Johanniter.

Die Post versucht, ihren neuen Dienst zu vermarkten, indem sie auf das alte Bild des Postboten setzt.
(…)
Um Arbeitsplätze einzusparen, sind von Jahr zu Jahr die Touren der Postboten größer geworden. Da bleibt keine Zeit mehr für ein Pläusch’chen, ja manchmal nicht einmal, um alle Briefe auszuliefern.

Mit „Post persönlich“ kommt noch mehr Stress hinzu. Die Touren werden nämlich nicht kürzer: Denn pro Kunde bekommen die Postboten gerade einmal eine Minute Zeit dafür berechnet:
1 Minute, in der man klingeln, ein älterer Mensch an die Tür kommen, man sich nach seinem Wohlbefinden und seinen Problemen erkundigen und wieder gehen soll!
(…)

Quelle: Das Rote Tuch Nr. 66

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Handy-Verbot http://fpd.blogsport.de/2014/06/01/handy-verbot/ http://fpd.blogsport.de/2014/06/01/handy-verbot/#comments Sun, 01 Jun 2014 12:13:35 +0000 ulf Allgemein http://fpd.blogsport.de/2014/06/01/handy-verbot/ In den 29 städtischen Kindergärten gilt jetzt ein Handyverbot für Eltern. Dies wurde auf Wunsch der Kita-Leitungen eingeführt, da Eltern beim Bringen und Abholen ihrer Kinder immer häufiger ein Handy am Ohr hatten.

Dadurch sei es für die Erzieher nicht möglich gewesen, mit den Eltern Probleme und Fragen zu klären, teilt die Stadt mit. Zudem würden die Kinder darunter leiden, wenn ihre Eltern sie wegen eines Telefonats weder vernünftig verabschiedeten noch in Empfang nähmen.

In den Kitas der Stadt weist nun der Aushang „Handy-freie-Zone“ auf das Verbot hin. Dieser Schritt sei nötig geworden, weil viele Eltern so ablenkt seien, dass sie ihre Kinder nicht mehr beim An- und Ausziehen unterstützten und Aushänge in der Kita nicht mehr wahrnehmen würden. Oft erteilten sie ihren Kindern nur noch „kurze Kommandos, stumme Gesten oder Handzeichen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Quelle: https://www.hna.de/lokales/kassel/weil-eltern-telefonierten-handys-staedtischen-kitas-kassel-tabu-3596808.html

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Kakerlakenwohnungen http://fpd.blogsport.de/2013/11/14/kakerlakenwohnungen/ http://fpd.blogsport.de/2013/11/14/kakerlakenwohnungen/#comments Thu, 14 Nov 2013 19:23:39 +0000 ulf Allgemein http://fpd.blogsport.de/2013/11/14/kakerlakenwohnungen/ Ein Artikel1 aus der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen (HNA) vom 13. 11. 2013:
Kassel-Bettenhausen. Am Abend hat Thorsten Sülter auf seinem Teppich Klebeband ausgelegt. Am Morgen hingen sie dutzendweise an der Klebefläche – Kakerlaken. „Sie kommen aus allen Ritzen“, sagt Sülter. „Sogar über mein Bett krabbeln die Viecher“.

Seit 1. November wohnt der Hartz-IV-Empfänger in einem Appartement an der Jakobsgasse 10 in Bettenhausen. Die Stadt, genauer die Zentrale Fachstelle für Wohnen, hatte ihm zuvor via Laufzettel die Adresse in die Hand gedrückt. Sülter rief beim Vermieter an und machte einen Mietvertrag klar: 315 Euro warm für 24 Quadratmeter – inklusive der Kakerlaken.

„Doch wusste ich vorher nichts“, sagt Sülter. Er ging zum Gesundheitsamt, Abteilung Wohnungshygiene. Dort traute er seinen Ohren nicht. Es sei bekannt, dass es dort Ungeziefer gebe. Und man rate daher dringend ab, dort einzuziehen.

Für Sülter ein Skandal. „Die Stadt bewirbt wissentlich mit Kakerlaken verseuchte Wohnungen – an sozial Schwache. Als ob dieser Wohnraum gerade gut genug für sie wäre“. Er stehe nicht allein. Auch andere Mieter des Hauses beklagten sich über Ungeziefer in ihren Wohnungen.
Stadt schlug Wohnung mit Kakerlaken vor

Auch dem Vermieter, der seit 1975 die insgesamt 38 Appartements im Haus Jakobsgasse 10 vor allem an sozial Schwache vermietet, ist das Ungeziefer-Problem bekannt. „Wir haben hier seit zwei Jahren Kakerlaken“, sagt er. Betroffen seien aber nur einzelne Appartements. „Irgendwer hat sie halt einmal eingeschleppt. Ich bin aber nicht der einzige Vermieter, der mit Ungeziefer Probleme hat“, sagt er. Etwa vierteljährlich beauftrage er einen Kammerjäger zur Bekämpfung der Insekten.

Auch der Vermieter bestätigt, die Verwaltung wisse um die Kontamination mit Kakerlaken. Die Stadt sagt dazu nichts. Doch gibt sie zu, eine Liste möglicher Vermieter als „Instrument zur Vermeidung von Obdachlosigkeit“ an Betroffene auszugeben. Auch der Vermieter des Hauses Jakobsgasse 10 ist hier vermerkt. „Aber wir vermitteln nicht“, sagt Stadtpressesprecher Ingo Happel-Emrich. Die Besichtigung und Vermietung erfolge ausschließlich über den Mieter und Vermieter.

Dennoch scheint der Stadt der Fall peinlich zu sein: „Sollten wir vermehrt Kenntnis über einen schlechten Zustand eines Wohnraums erhalten, werden wir den entsprechenden Vermieter von der Liste nehmen“, sagt Happel-Emrich. Sülter ist der Meinung, dass das schon längst hätte passieren sollen. Inzwischen ist er aus seiner Kakerlaken-Wohnung in Bettenhausen ausgezogen. Eine Nacht verbrachte er bei der Heilsarmee, dann sprach er erneut bei der Zentralen Fachstelle für Wohnen vor. Und siehe da: Seit gestern hat er ein neues Zimmer, möbliert – und ohne Kakerlaken.

Aufschlußreich auch einige der Kommentare unter dem Artikel:
Ja das kenne ich,musste auch mal paar Monate da wohnen oder besser gesagt hausen.Das ganze Haus ist in einem erbärmlichen Zustand eine Ruine.Mehrmals kommt es dort vor das einem von der Decke Wasser tropft.Der Vermieter kassiert über 300€ und dann muß man auch noch 50 € im Monat Gebühr bezahlen damit man das Bett benutzen darf.!
Die Stadt guckt zu und bezahlt immer weiter,der Vermieter hat in ganz Kassel mehrere Objekte und hat mit der Stadt immer pünktlich seine überzogene Miete.
Auch wird dort immer richtige Chemie versprüht.Das die Stadt Leute so behandelt ist ein Skandal,das sind ja schon Mafia-Verhältnisse.!!!
Das „beste“ ist ja das es für jede Etagge nur 1 Toilette gibt,voll ekelig.
Soll doch mal jemand von der Stadt dort Wohnen.
Leute die in einer Notlage sind werden dort voll ausgebeutet mit Hilfe der Stadt Kassel.
Bin Heilfroh das ich schon seit Jahren dort weg bin !!!!!!

Ein zwar nicht originelles, dafür aber erfolgsträchtiges Geschäftsmodell, SubproletarierInnen, die dringend auf eine Unterkunft angewiesen sind (Wohnungslose, Haftentlassene, ALG II-EmpfängerInnen,…) eine Bruchbude gegen den lokalen Höchstsatz der Kosten der Unterkunft gemäß Sozialgesetzbuch „anzubieten“.
Das Zusammenpferchen von Menschen auf engstem Raum bringt dann auch immer mal wieder „Begleiterscheinungen“ wie z.B. Messerstechereien und ähnliche Vorkommnisse mit sich.

Die im Artikel wiedergegebene Aussage des Vermieters, der Kakerlakenbefall bestehe „seit zwei Jahren“, ist im Übrigen falsch. Der fpd ist bekannt, dass das fragliche Haus bereits im Jahr 2009 einen Bestand dieser Tiere aufwies.

  1. in dem HNA-Online-Artikel finden sich auch Photos des Hauses sowie ein Kakerlakenvideo. [zurück]
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